|
"Guten Tag! Ich hab'
neulich dieses Buch ausgeliehen und heute gemerkt, dass
ich etwas überzogen habe ..."
"Tja, Frau ... Gräter,
da muss ich Ihnen eine kleine Mahngebühr berechnen ..."
"Klar ... wieviel?"
"30 000 Reichsmark
..."
Mehr
von TOM auf www.achterbahn.de

Von
einem unbekannten Nutzer einer Universitätsbibliothek
gezeichnet.
|
|
Der Autor Douglas Adams (u.
a. "Per Anhalter durch die Galaxis") schuf
ein nicht ganz ernst
gemeintes Nachschlagewerk, in dem Begriffe erklärt werden,
die in unserer Sprache bislang fehlten. Er nutzte dafür
die Namen von existierenden Orten und schrieb diesen
eine neue Bedeutung zu. Hier einige bibliotheksrelevante
Beispiele:
- "Blunk
(Adj.): Beschreibt den Gesichtsausdruck von jemandem,
der sich in Gegenwart eines Menschen befindet, der
eindeutig nicht beabsichtigt, innerhalb der nächsten
Stunden das Reden einzustellen."
- "Borgeln
(V.): Etwas in dem Bewußtsein ausleihen, daß man
es nie im Leben freiwillig zurückgeben wird."
- "Emden
(V): Andere Leute nicht zu Wort kommen lassen, indem
man die beim eigenen Vortrag entstehenden Sprechpausen
durch ständiges 'Em'-Sagen ausfüllt."
- "Heersum,
das: Das eigentümlich unmelodische Summen und Pfeifen
extrem wütender Menschen"
- "Heftrich,
der: Ein Gast, der einfach nicht wieder geht."
- "Helmern
(V.): Aufmerksam nicken, während jemand einem Dutzende
komplizierte Anweisungen gibt, die man sowieso gleich
wieder vergessen haben wird."
- "Herzogenweiler,
der: Jemand, der seinen Gesprächspartner nicht merken
läßt, wie sehr ihn dessen taktlose oder beleidigende
Bemerkung verletzt hat."
- "Lasel,
der: Jemand, der praktisch alles gelesen hat und
noch immer nichts Sinnvolles zu sagen weiß."
- "Schnett
(Adj.): Unverschämt freundlich. Zu beobachten z.
B. bei Polizisten, die gerade einen Autofahrer angehalten
haben."
[aus:
Douglas Adams, John Lloyd und Sven Böttcher. Der tiefere
Sinn des Labenz: Das Wörterbuch der bisher unbenannten
Gegenstände und Gefühle. 2. Aufl. München, 2005. Original
von 1990.]
|